Dateiversand

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Sollten Sie irgendwas nicht verstehen, Fragen dazu haben oder etwas falsch bzw. unvollständig sein, dann schreiben Sie dies bitte auf die Diskussionsseite.

Einleitung[Bearbeiten]

Grundsätzlich gibt es generell 5 Arten, Daten miteinander auszutauschen, bzw. Mischformen davon:

1. Direktverbindung
Der Sender und Empfänger tauschen die Daten direkt untereinander aus, für den Datenaustausch ist es notwendig, die IP-Adresse des Gegenübers zu kennen.
2. Direktverbindung mit Serverunterstützung
Der Sender und Empfänger tauschen die Daten ebenfalls direkt untereinander mittels der IP-Adresse aus, das Zustandekommen der Verbindung, also u. a. das Austauschen der IP-Adresse, übernimmt dabei aber der Server.
3. Dateiversand über den Server
Der Sender schickt über eine direkte Verbindung seine Daten zu dem Server, diese werden dann dort, ebenfalls über eine direkte Verbindung, an den Empfänger weitergeleitet.
4. Absender dient als Server
Der Absender dient, evtl. nur kurzzeitig, als Server. Dieses ist z. B. bei HTTP- und FTP-Server-Plugins der Fall. Der Empfänger lädt sich die Daten direkt von dem PC des Absenders.
5. Indirekter Versand
Darunter fallen z. B. Versenden der Daten als E-Mail-Anhang, Hochladen der Daten auf spezielle Webseiten usw.

Das Hauptproblem bei dem Dateiaustausch ist dabei das Zustandekommen der Verbindung, d. h. kennen die beteiligten User gegenseitig die richtige IP-Adresse und ist es möglich, über diese IP-Adresse Dateien auszutauschen?

Für einen funktionierenden Dateitransfer ist es notwendig, dass beide Seiten die entsprechenden Einstellungen vornehmen. D. h. der Dateitransfer scheitert i. d. R., wenn eine Seite die falschen Einstellungen besitzt. Im Gegensatz zu den Original Messengern ist der Dateitransfer aber teilweise nicht 100 % wie im Original implementiert, d. h. es kann durchaus sein, dass man beispielsweise mit dem Original-MSN-Messenger Daten senden und empfangen kann, mit Miranda jedoch nicht. Der Grund dafür kann unter anderem sein, dass, wenn keine direkte Verbindung zustande kommt, die Originalmessenger einen anderen Portbereich verwenden, eine andere Übertragungsmethode verwenden oder den Datentransfer über den Server benutzen.

Einige Arten der Dateiübertragung wie das Freigeben von Verzeichnissen, um die Dateien synchron zu halten, wie es z. B. beim MSN-Messenger möglich ist, werden von Miranda gar nicht unterstützt (Sharing folders). Einige Arten wie bspw. das Übertragen von Ordnern sind protokollabhängig.

Der vorliegende Text, der eine Hilfestellung geben soll, um den Dateitransfer von Miranda richtig einzurichten, beruht teilweise auf Erfahrungswerten, Beiträgen aus dem Forum und anderen Hilfetexten, es kann also durchaus sein, dass der Text unvollständig und fehlerhaft ist.

Wie auch immer - damit der Dateitransfer unter Miranda IM funktioniert, sind 3 Sachen entscheidend:

IP-Adresse
Man muss die IP-Adresse des Gegenübers kennen.
Port
Ein Port, oder besser gesagt Portbereich, muss für das Senden und Empfangen von Daten weitergeleitet werden.
Bedienung
Man muss wissen, wie man innerhalb Miranda den Dateitransfer verwendet.

Individuelle Einstellungen[Bearbeiten]

Allgemein[Bearbeiten]

Hierunter fallen die Einstellungen auf Seiten des Users, die nicht direkt etwas mit Miranda zu tun haben, die aber den Datentransfer beeinflussen oder verhindern. Dazu gehören Sicherheitsprogramme und die Hardware der Internetverbindung.

Router[Bearbeiten]

Die meisten Router sind werksseitig so eingestellt, dass nur eingehender Datenverkehr blockiert wird, ausgehender Datenverkehr ist i. d. R. standardmäßig auf allen Ports möglich. Dies ist dann wichtig, wenn Sie z. B. zwar Daten senden, aber keine empfangen können.

Die Routereinstellungen rufen Sie normalerweise über eine spezielle Webseite auf, normalerweise ist dies die Seite http://192.168.0.1. Sollten Sie diese Seite nicht aufrufen können, werfen Sie einen Blick in das Handbuch, oder drehen Sie den Router einmal um, ob dort ein Aufkleber vorhanden ist.

Bei dieser Beschreibung wird davon ausgegangen, dass Sie einen Portbereich von 20 Adressen für alle Protokolle verwenden (s. u.). Welchen Portbereich Sie verwenden, ist relativ egal, nur sollte dieser oberhalb von 1024 liegen und nicht von anderen Programmen wie z. B. Tauschbörsensoftware verwendet werden. Wir nehmen jetzt mal einfach den Bereich 24500 - 24520 (da die Bilder in diesem Beitrag nicht alle von einem Autor kommen, kann dies auf den Bildern aber abweichen).

Für Miranda IM reicht die Freigabe des Protokolls TCP/IP aus, UDP ist nicht erforderlich.

Bei einem Router gibt es mehrere Einstellungen, die von Produkt zu Produkt unterschiedlich sind und auch anders bezeichnet werden. Die folgenden Angaben beziehen sich auf einen Router der Firma Netgear und beschreiben nur die für den Dateitransfer wichtigen Punkte.

Dienste
Hier können Sie benutzerdefinierte Dienste anlegen. Die meisten Router verfügen über eine vorgegebene Liste an Diensten wie z. B. POP3, Sie können hier bspw. einen Dienst Miranda und einen dazugehörigen Portbereich angeben.
Firewall-Regeln
Hier können Sie festlegen, welche Dienste freigegeben sind und an welchen physikalischen Anschluss an ihrem Router sie weitergeleitet werden. Für den Anschluss gibt es innerhalb des Routers eine Liste der angeschlossenen Geräte. Einer Steckbuchse am Router ist eine feste IP-Adresse zugeordnet, also z. B. 192.168.0.3.
Dynamisches DNS
Da es allgemein üblich ist, dass Sie bei jedem Aufbau der Internetverbindung eine neue IP zugewiesen bekommen, einige Protokolle aber die externe IP, d. h. die IP, unter der Ihr PC von außen erreichbar ist, benötigen, können Sie einen kostenlosen dynamischen DNS-Dienst wie z. B. von http://DynDns.org verwenden. Nach der Anmeldung auf der entsprechenden Webseite eines solchen Diensts steht Ihnen ein fester Hostname für Ihren PC zur Verfügung. Diese Adresse lautet dann z. B. MeinName.dnsalias.com. Der Router sendet beim Systemstart die dynamisch von Ihrem Internetanbieter zugewiesene IP an diesen Dienst, damit dieser Ihre IP diesem Hostnamen zuweist. Sollte jetzt ein Zugriff auf diesen Hostnamen erfolgen, erhält man Ihre aktuelle IP-Adresse.
UPnP
Wenn Sie diese Funktion in Ihrem Router aktivieren, brauchen Sie keine separaten Ports mehr innerhalb von Miranda oder Ihres Routers für den Dateitransfer anzugeben. Näheres hierzu unter UPnP.

An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass einige IRC-Server einen so genannten Ident benötigen oder der Verbindungsaufbau damit schneller erfolgt; der Port hierfür ist 113, und je nach Routermodell finden Sie dieses Ident bei Ihrem Router in einer separaten "Serviceliste".

Auf dieser Seite finden Sie einige Router mit den entsprechenden Einstellungen. Auf der englischen Seite Port Forward finden Sie eine sehr umfangreiche Liste von Routermodellen mit Anleitungen wie für einzelne Programme Ports einzustellen sind. (Miranda selber steht leider nicht in diesen Listen, gehen Sie so vor wie es für ICQ oder MSN beschrieben ist, geben Sie aber einen anderen Portbereich, s.o., an.)

Softwarefirewall[Bearbeiten]

(Wenn im folgenden Text von Firewall die Rede ist, ist damit eine so genannte Softwarefirewall gemeint.)

Normalerweise sollte es ausreichen, wenn Sie Miranda starten und sich die Firewall meldet, auf Zulassen zu klicken. Einige Firewalls bieten noch die Auswahl "Als Server" oder "Nur ausgehender Zugriff"; da Sie ggf. auch Dateien empfangen wollen, wählen Sie hier "Als Server".

Sicherheitsabfrage

Miranda ist allerdings etwas "zu schnell" und geht davon aus, dass keine Internetverbindung besteht. Sie müssen also evtl. Miranda nochmals starten.

Sollten Sie versehentlich auf "Blockieren" geklickt haben, oder Sie haben sonstige Probleme mit der Firewall, schauen Sie bitte in den Einstellungen der Firewall nach, wie Sie Miranda als Server freigeben, oder löschen Sie Miranda aus der Regelliste und geben Sie Miranda beim nächsten Mal, wenn die Firewall nachfragt, als Server frei.

Es ist außerdem möglich, dass Ihre Firewallsoftware noch über andere Optionen verfügt, die einen Datenversand oder auch andere Funktionen von Miranda beeinträchtigen.

Auf der Wikiseite Einstellungen verschiedener Firewalls finden Sie die Einstellungen einiger gebräuchlicher Firewalls.

Sicherheitssoftware/Virenscanner[Bearbeiten]

Virenscanner stellen in der Regel keine Gefahr für den Datenversand dar, so lange die versendeten oder empfangenen Dateien keine Viren enthalten. Einige Virenscanner (z. B. AntiVir) sind allerdings auch für eine hohe Zahl an Fehlalarmen bekannt, daher sollte man, wenn man eine Datei erhält und der Virenscanner sich meldet, sicherheitshalber nochmals beim Absender nach der Ursache fragen.

Für integrierte Sicherheitspakete wie das verbreitete Kaspersky Internet Security gilt ansonsten dasselbe wie im Absatz Softwarefirewall beschrieben.

Miranda IM[Bearbeiten]

Allgemein[Bearbeiten]

Nachdem Sie Ihre Hardware und andere Software (hoffentlich) richtig eingerichtet haben, folgt hier nun der Miranda-spezifische Teil. Leider verfügt Miranda, im Gegensatz zu manchen anderen Messengern, über keinerlei Assistenten oder ähnliches, das Ihnen bei einem möglichen Fehler weiterhilft; da hilft nur Ausprobieren und sich evtl. zum Testen einen 2. Account bei dem jeweiligen Anbieter zuzulegen.

Einstellungen[Bearbeiten]

Protokolle[Bearbeiten]

Beispielbild Einstellungsfenster Protokolle
Die Einstellungen auf dem Bild funktionieren so nicht!

Im oberen Bereich können Sie die Verbindung auswählen, für die Sie die Einstellungen vornehmen wollen. Es stehen folgende Möglichkeiten zur Auswahl: <Alle Verbindungen>, Protokoll-Server-Verbindung, Protokoll-Client-to-Client-Verbindung.

Ich persönlich würde hier Alle Verbindungen wählen; warum einige Personen im Forum eine separate Einstellung je Protokoll verwenden, weiß ich nicht.

Daneben finden sie den Button Logeinstellungen - hiermit können Sie bei Verbindungsproblemen, nicht nur bei Dateitransferproblemen, eine Logdatei erstellen, in der alle empfangenen und gesendeten Daten gespeichert werden. Für einen "normalen User" ist diese Textdatei aber evtl. mehr verwirrend als wirklich hilfreich.

Proxy-Server benutzen: Wenn Sie einen Proxyserver verwenden müssen, z. B. in Schulen oder in Firmen, oder wollen, um Ihre Identität zu verschleiern - das Gegenüber bekommt dann nur die IP-Adresse des Proxys zu sehen, nicht Ihre eigene -, geben Sie hier die erforderlichen Daten ein. Liste freier Proxys.

In den Feldern darunter können Sie, jeweils getrennt für aus- und eingehende Verbindungen, den jeweiligen Port oder Portbereich eingeben. Dies ist bei der Verwendung von UPnP nicht erforderlich. Die meisten Router haben in den Grundeinstellungen die Ports für ausgehenden Datenverkehr (Im Screenshot gelb markiert) komplett geöffnet, eine Portangabe für ausgehende Verbindungen ist also sehr wahrscheinlich ebenfalls nicht notwendig.

Es reicht in der Regel aus, oben <Alle Verbindungen> auszuwählen und bei Ports für eingehende Verbindungen festlegen einen Portbereich von 10 - 20 Ports oberhalb der Portnummer 1024 festzulegen, also z. B. 24500 - 24520.

Aktivieren Sie die anderen Optionen nur, wenn Sie wissen, was Sie tun.

In neueren Miranda-Versionen gibt es außerdem die Option Nur offiziell gültige SSL Zertifikate zulassen. Diese Option betrifft alle SSL-Funktionen in Miranda und hat eigentlich nichts speziell mit dem Dateiversand zu tun. Sollten Sie in einem Protokoll SSL aktiviert haben, diese Option ist nicht aktiviert und es tritt ein Fehler bei dem SSL-Zertifikat auf, erfolgt keine Fehlermeldung und eine SSL-Verschlüsselung findet nicht statt.
Sollte diese Option aktiviert sein und es tritt ein SSL-Fehler auf, reagiert das Protokoll so als würde keine Verbindung zu Stande kommen. Es erfolgt in beiden Fällen also keine spezielle SSL-Warn- oder Fehlermeldung.
Offiziell gültig bedeutet in diesem Zusammenhang, dass das SSL-Zertifikat vom Windows-Betriebssystem als gültig und vertrauenswürdig erkannt werden muss.

Ereignisse → Dateiübertragung[Bearbeiten]

Einstellungsfenster Dateiübertragung
Im oberen Bereich können Sie auswählen, wo die empfangenen Dateien gespeichert werden. Geben Sie hierzu ein Verzeichnis auf Ihrer Festplatte an. Sie können auch folgende Variablen verwenden, das entsprechende Verzeichnis wird dann automatisch erzeugt:
%userid%
Die Dateien werden in einem Verzeichnis mit dem Namen der User-ID gespeichert. Das wäre bei ICQ die ICQ-Nummer oder bei MSN die E-Mail-Adresse.
%nick%
Die Dateien werden in einem Verzeichnis mit dem Namen des Nicknamen des Kontakts gespeichert, so wie er in Ihrer Kontaktliste steht.
%proto%
Die Dateien werden in einem Verzeichnis mit dem Namen des jeweiligen Protokolls gespeichert bzw., um genauer zu sein, unter dem Namen der jeweiligen Protokoll-DLL.
%miranda_path%
Gibt Ihr Miranda-Installationsverzeichnis an.
%miranda_profile%
Gibt Ihr Miranda-Profilverzeichnis an.
%userprofile%
Gibt das Benutzerverzeichnis des jeweiligen Benutzers unter Windows zurück.

Sie können diese Parameter auch kombinieren, also z. B. %miranda_profile%\Erhaltene Dateien\%proto%\%nick%.


In den Feldern darunter können Sie festlegen, ob Sie Dateien von Kontakten Ihrer Kontaktliste automatisch empfangen wollen oder ob Sie den Empfang durch einen Klick auf das blinkende Traysymbol von Miranda - Sie sehen dann ein Diskettensymbol - erst akzeptieren müssen. Die anderen 2 Einstellungen bestimmen das Verhalten des Fensters für den Dateitransfer.

Ganz unten im Dialogfeld können Sie festlegen, was passieren soll, wenn eine Datei mit demselben Namen bereits existiert.

Im mittleren Bereich legen Sie die Optionen für einen Virenscanner fest. Unterhalb dieser Eingabeleiste befindet sich ein Auswahlmenü, in dem Sie Ihren Virenscanner auswählen können.

Sollte die von Ihnen verwendete Software dort nicht ausgeführt werden, so geben Sie den Pfad anhand folgender Tabelle manuell ein.

Der Parameter %f gibt dabei die aktuelle Datei inklusive kompletten Pfad an oder den Ordner. %f entspricht dem Dateinamen, wenn Sie Nach jeder einzelnen empfangenen Datei ausgewählt haben, bei Wenn alle Dateien empfangen wurden dem Verzeichnis.

Beachten Sie, dass Pfade, die ein Leerzeichen enthalten, in Anführungszeichen (") eingeschlossen werden müssen!

Kommandozeilen gängiger Virenscanner (beachtet das sich je nach Version auch der Pfad ändert)[Bearbeiten]
Scanner Befehl
AntiVir "C:\Programme\Avira\AntiVir Desktop\avscan.exe" /GUIMODE=2 /PATH="%f"
Microsoft Security Essentials (W7) "C:\Program Files\Microsoft Security Essentials\MpCmdRun.exe -scan -scantype 3 -file %f"
Avast "C:\Program Files\Avast4\ashQuick.exe "%f"
AVG Antivirus "C:\Program Files\AVG\AVG8\avgscanX.exe" /scan=%f /ext=* /arc /clean
FProt "C:\Program Files\f-prot\f-prot.exe %f /archive /packed /dumb
G Data Antivirus "C:\Program Files (x86)\G Data\InternetSecurity\AVK\avkcmd.exe" /scan (e3a1) /verbose /silent /nologo /noprogress
Kaspersky (XP) "C:\Programme\Kaspersky Lab\Kaspersky Anti-Virus 6.0\avp.com" scan "%f" /i3
Kaspersky (Vista x64) "C:\Program Files (x86)\Kaspersky Lab\Kaspersky Anti-Virus 6.0\avp.com" scan "%f" /i3
McAfee: "C:\Program Files\Network Associates\VirusScan Engine\4.0.xx\SCAN.EXE" "$FILE$" /ALL /ANALYZE /APPEND /MIME /NOBEEP /NOBREAK /NODDA /NOEXPIRE /NOMEM /NORENAME /NOJOKES /NODELETE /SILENT /UNZIP /RPTALL /REPORT C:\Tmp\Logfiles\VirusReport.log
NOD32: "C:\Program Files\NOD32\nod32.exe /selfcheck- /sound- /quit+ /pattern+ /heur+ /scanboot- /scanmbr- /scanmem- "%f"
NOD32
(ab V.3.0):
"C:\Programme\ESET\ESET NOD32 Antivirus\ecls.exe" /base-dir="C:\Program Files\ESET\ESET NOD32 Antivirus" /log-all /aind /no-boots /adware /sfx /unsafe /unwanted /heur /adv-heur /action=clean

Alle gängigen Virenscanner überwachen sämtliche Dateiaktivitäten auf dem PC automatisch. Das heißt, spätestens nach Beendigung des Transfers wird die Datei automatisch auf Viren untersucht. Einige Virenscanner, beispielsweise McAfee, OneCare und Kaspersky überwachen zusätzlich noch den Dateitransfer. Es ist also nicht unbedingt bei allen Virenscannern ein manuelles Scannen über die Kommandozeile notwendig.

Es ist außerdem möglich, dass einige Virenscanner keine ZIP, RAR oder andere Archive durchsuchen können.

Weiterer Wikiartikel zu diesem Thema: Viren mittels Messenger empfangen.

Ereignisse → Ignorierliste[Bearbeiten]

Hier können Sie den Dateitransfer von einzelnen Kontakten generell ignorieren. Sie bekommen auch keinerlei Benachrichtigung, wenn es jemand versucht.

Benutzung[Bearbeiten]

Um eine Datei zu versenden, öffnen Sie ein Nachrichtenfenster mit dem Kontakt, öffnen Sie im (Datei-)Explorer von Windows den gewünschten Ordner und ziehen Sie mit der Maus die Datei in den Eingabebereich des Nachrichtenfensters, oder verwenden Sie den Befehl Datei senden aus dem Kontextmenü des Kontakts in der Kontaktliste. (Bei Gruppenchats, wie z. B. IRC, müssen Sie zuerst eine Einzelunterhaltung mit einem Kontakt starten)

Es öffnet sich dann ein Fenster, welches Sie über den Fortschritt des Transfers informiert oder im Fehlerfall mitteilt, dass die Übertragung nicht zustande kam oder abgebrochen wurde.

Die Übertragungsgeschwindigkeit kann sehr unterschiedlich sein, das ist normal.

Der Kontakt, an den Sie etwas senden wollen, darf nicht Offline sein.

Protokollspezifisch[Bearbeiten]

Leider erfordert das Übertragen von Dateien auch noch protokollspezifische Einstellungen, es kann also durchaus vorkommen, dass die Übertragung mit einem anderen Protokoll funktioniert.

Die folgenden serverseitigen Ports müssen nicht von Ihnen für eingehende Verbindungen freigegeben werden.

ICQ[Bearbeiten]

Bei ICQ gibt es zwei unterschiedliche Dateitransfervarianten:

  • Direkter Dateitransfer (Client-to-Client-Transfer)
  • Serverseitiger Dateitransfer (Client-to-Server-to-Client-Transfer)
Direkter Dateitransfer[Bearbeiten]

Der Transfer wird direkt zwischen zwei Clients aufgebaut und bedarf derselben Einstellungen wie der Dateiversand über andere Protokolle. Beachten Sie dass dies einen gegenseitigen Austausch der IP-Adressen erfordert, das ist erforderlich und daher auch gewollt und stellt im Allgemeinen auch keinerlei Sicherheitsrisiko dar. Leider wird diese Variante seit ICQ 5 nur noch begrenzt unterstützt; sollte dies fehlschlagen, wird automatisch folgende Variante verwendet:

Serverseitiger Dateitransfer[Bearbeiten]

Transfer von Dateien zwischen zwei Clients ohne direkte Verbindung zwischen diesen. Der Dateitransfer läuft stattdessen über den ICQ-Server. Diese Methode ist zwar sehr langsam, da der Server nur begrenzt Bandbreite hat, allerdings u. U. die einzige Möglichkeit, wenn beide Clients hinter Firewalls sind.

MSN[Bearbeiten]

Unter Einstellungen → Protokolle → MSN sollte auf dem Tab "Verbindung" unter "Eingehender Dateitransfer" die Einstellung in der Dropdown-Liste auf "Automatisch Host/Port für Dateitransfer beziehen" belassen werden.

AIM[Bearbeiten]

Einstellungsfenster AIM
Dateien per Proxy versenden
Die Dateien werden nicht direkt, sondern über einen speziellen AIM-Proxy verschickt, dieses kann die Übertragungsgeschwindigkeit sehr negativ beeinflussen. Das hat nur den Zweck, dass Ihr Gegenüber nicht Ihre IP-Adresse erfährt.

Die anderen Einstellungen von AIM beeinflussen die Funktionsweise des Dateitransfers nicht, beachten Sie aber, dass es AIM auch in einer Version für mobile Geräte gibt und dort der Dateitransfer nicht funktioniert.




Yahoo[Bearbeiten]

Yahoo hat keinerlei spezielle Einstellungen für den Dateitransfer.

Jabber[Bearbeiten]

Einstellungsfenster Jabber
Dateitransfer durch Direktverbindung der Clients aktivieren
Mit dieser Option legen Sie fest, ob die Dateiübertragung über den Server laufen soll oder über eine Direktverbindung mit Ihrem Gegenüber. Bei Jabber ist es wichtig, dass der Absender einer Datei seine externe IP-Adresse bekannt gibt, der Empfänger muss dieses für den Datenempfang nicht tun, für einen wechselseitigen Dateitransfer ist dies jedoch dringend zu empfehlen.

Verwenden Sie einen Router und wollen Sie eine Direktverbindung nutzen, müssen Sie Ihre externe IP-Adresse von Hand angeben, also die, die Sie von Ihrem Internetanbieter zugewiesen bekommen. Geben Sie diese unter dem Punkt Externe Adresse angeben an. Sie können diese externe IP-Adresse in Ihren Routereinstellungen erfahren. Sinnvoller ist es jedoch, einen dynamischen DNS-Service zu benutzen; tragen Sie Ihren Hostnamen von diesem Dienst in das Feld ein.

Dateitransfer über Bytestream-Proxyserver aktivieren
Kann über eine Direktverbindung kein Dateitransfer abgewickelt werden, sollten Sie diese Option aktivieren und einen Proxyserver angeben, der zwischen Sender und Empfänger der Datei vermittelt. Dabei hängt jedoch die Geschwindigkeit des Transfers von der des Proxyservers ab - und dessen Geschwindigkeit ist meist wesentlich niedriger als die einer Direktverbindung. Außerdem blockieren viele Proxyserver Dateien oberhalb einer bestimmten Größenordnung.
Dateitransfer über Jabber Server aktivieren
Sind alle oben genannten Dateitransfer-Optionen deaktiviert, wird Miranda versuchen, die Dateien direkt über den Jabberserver ihres Accounts zu verschicken. Dies ist jedoch sehr problematisch für den Betreiber des jeweiligen Jabber Servers, da diese meist selbst nur über wenig Trafficvolumen verfügen. Daher wird der Serverbetreiber diese Möglichkeit meist deaktiviert haben.

Sollten Sie Agenten zur Nutzung anderer Netzwerke wie ICQ, MSN usw. verwenden, ist eine Datenübertragung an diese Kontakte nicht möglich.

Die Nutzung weiterer Funktionen, wie Sie bei dem Jabber-Protokoll für den Dateitransfer vorgesehen sind, sind zzt. bei Miranda nicht möglich.

IRC[Bearbeiten]

Einstellungen IRC DCC + CTCP
Die Einstellungen für IRC finden Sie unter IRC (DCC + CTCP).

Beachten Sie außerdem die Optionsseite IRC → Ignorieren. Da die User eines IRC-Channels nicht einzeln in der Ignorierliste stehen, können Sie im unteren Bereich generell alle Anfragen zur Dateiübertragung ablehnen oder im oberen Bereich nur von speziellen Usern.

ACHTUNG Da IRC-Kontakte als "unbekannte Kontakte" behandelt werden, sollten Sie Nachrichten von Unbekannten unter Einstellungen → Ereignisse → Ignorierliste nicht blockieren.

Sonstige Hinweise[Bearbeiten]

Dynamisches DNS[Bearbeiten]

In Deutschland und in sehr vielen anderen Ländern hat der Internetbenutzer meist keine feste IP-Adresse, sondern bekommt jedes Mal bei der Anmeldung an seinen Anbieter (Internet Service Provider, ISP) eine neue zugewiesen. Da eine Client-to-Client-Verbindung, also die direkte Verbindung zwischen 2 Computern, aber die IP-Adresse des Gegenübers erfordert, müsste man jedes Mal die externe Adresse im Router oder auf Webseiten wie z. B. http://wie-ist-meine-ip.de nachsehen und diese dann jeweils in den Einstellungen ändern; dies ist besonders bei den Protokollen IRC und Jabber notwendig, da diese eine Client-to-Client-Verbindung unabhängig von einem Server aufbauen können.

Des Weiteren ist eine dynamische DNS-Adresse auch für andere Sachen wie z. B. ein FTP-Server und andere Dinge, wo eine "feste" Adresse besser geeignet ist als eine dynamische, um diese weiterzugeben, hilfreich; beispielsweise hat die Weitergabe des Links ftp://123.123.123.123/meinbild.jpg, wenn Sie einen lokalen FTP-Server betreiben, den Nachteil, dass dieses Bild nur aufrufbar ist, so lange Sie sich nicht wieder neu verbinden, da dann die IP-Adresse eine andere ist.

Die meisten Router bieten deshalb die Möglichkeit, die aktuelle IP-Adresse des Routers an einen solchen Dienst zu senden, dieser aktualisiert dann die Verknüpfung IP-Adresse ↔ Hostname des Users, so dass dieser Hostname anstelle einer IP-Adresse verendet werden kann, also z. B. lastwebpage.dyndns.net. Anbieter solcher kostenloser Dienste sind z. B. http://dyndns.dk , http://dyndns.com, Google Directory Dynamic DNS, meistens ist im Router aber eine Auswahlliste enthalten.

Sollten Sie keinen Router besitzen oder sollte Ihr Router diesen Dienst nicht anbieten, so kann auch das MDynDNS-Plugin für Miranda verwendet werden; allerdings funktioniert dieses nur mit dem Dienst von DynDns.org.

Beispiel Anmeldung bei DynDns.org[Bearbeiten]

Auf der Webseite des Anbieters DynDns finden Sie oben rechts den Link Create Account. Nach dem Ausfüllen des Formulars mit Username, Passwort und E-Mail-Adresse erhalten Sie eine Bestätigungsmail. Sie können sich jetzt mit Ihrem Benutzernamen und Passwort einloggen (Daten eingeben und dann auf Login klicken).

Klicken Sie nach dem Login auf My Services und dann unter Host Level Services auf Add Host services → Add Dynamic DNS Host. Auf der folgenden Seite wählen Sie einen Hostnamen aus der Liste aus und geben den ersten Teil des Hostnamens an; dieser ist frei wählbar (wenn er noch frei ist). Interessant auf dieser Seite ist für Sie vielleicht noch Enable Wildcard, dies bedeutet, dass alle Namen unterhalb des Hostnamens ebenfalls verwendet werden können. Wenn Sie zum Beispiel den Hostnamen MeinName.dyndns.org ausgewählt haben, könnten Sie auch die Hostnamen www.MeinName.dyndns.org, server.MeinName.dyndns.org und WasAuchimmer.MeinName.dyndns.org verwenden.

Nachdem Sie dies gemacht haben, öffnen Sie Ihre Routereinstellungen und geben dort Benutzername, Passwort und Hostname ein.

UPnP[Bearbeiten]

UPnP (Universal Plug and Play) ist eine Entwicklung der Firmen Microsoft und Intel und wird heute durch das UPnP-Forum spezifiziert. UPnP ist dazu gedacht, dass Geräte, die an ein Netzwerk angeschlossen sind, untereinander kommunizieren können, ohne dass der Benutzer sich um die Einstellungen kümmern muss. Dazu gehört u. a. auch die Steuerung von Routern und Gateways wie den verbreiteten "DSL-Modems" oder "DSL-Routern".
Miranda (ab Version 0.6) kann das dahingehend nutzen, dass es einem UPnP-fähigen Router, bei dem diese Funktion auch aktiviert ist, selbständig mitteilt, welche Ports benötigt werden. Der Router konfiguriert sich per NAT dann selbstständig so, dass eingehende Direktverbindungen aus dem Internet akzeptiert und zu dem jeweiligen Mirandaclient weitergeleitet werden. Da dieses UPnP durch den Router zu Verfügung gestellt wird und damit die entsprechenden Funktionen zu Verfügung stehen, oder eben nicht, gibt es dazu auch keine spezielle Einstellung in Miranda. Wenn UPnP möglich ist, wird es verwendet, sonst eben nicht.

Sollten Sie also einen UPnP-fähigen Router besitzen - nahezu alle gängigen Router sind das - und dies auch aktivieren, brauchen Sie keine Ports in Miranda mehr anzugeben. (Dies betrifft nicht die externen Adressen für u. a. die Protokolle IRC und Jabber!)

Eine Sache darf dabei aber nicht unerwähnt bleiben: Sollten Sie sich überlegen, UPnP auf ihrem Computer zu aktivieren, könnten das mögliche Schadprogramme ausnutzen. Inwieweit die Problematik von UPnP, wie sie auf vielen Webseiten und Foren dargestellt wird, wirklich zutrifft, sei einmal dahin gestellt, da a) ausgehende Ports beim Router in den meisten Fällen sowieso offen sind und b) die meisten Schadprogramme kein UPnP brauchen. Der geneigte Leser möge also selbst die Suchmaschine seiner Wahl befragen, um sich genauer über diese Problematik zu informieren.

Um zu erfahren, ob UPnP bei Ihnen aktiviert ist, wechseln Sie in die Windows-Systemsteuerung → Netzwerkverbindungen; wenn Sie unter Andere Orte → Netzwerkumgebung Ihren Router finden, ist UPnP aktiv.

Nachfolgend die Schritte, die neben der Aktivierung im Router unter Windows XP notwendig sind, um UPnP zu aktivieren, bzw. die Sie überprüfen sollten:

Systemsteuerung → Software
Unter Windowskomponenten → Netzwerkdienste → Details sollte UPnP-Benutzerschnittstelle aktiviert sein
Systemsteuerung → Verwaltung → Dienste
Universeller Plug & Play-Gerätehost und SSDP-Suchdienst dürfen nicht deaktiviert sein.

(Zur Deaktivierung von UPnP setzen Sie die beiden Dienste auf Deaktiviert und entfernen Sie die angegebene Windowskomponente.)

Wenn Sie eine Softwarefirewall verwenden, kann es sein, dass es dort ebenfalls eine Einstellung für UPnP gibt; UPnP wird automatisch erkannt und die Ports werden geöffnet, oder man muss manuell die Ports (UDP-Port 1900 und TCP-Port 2869) freigeben.

Sie können auch beides, also UPnP und die Ports, aktivieren. Sollte kein UPnP-fähiger Router gefunden werden, dann werden die Portangaben genutzt, andernfalls UPnP, und die Portangaben sind wirkungslos.

Alternativen[Bearbeiten]

Sollte trotz aller Versuche eine Datenübertragung nicht zustande kommen, z. B. wenn das Problem nicht auf Ihrer Seite liegt, gibt es folgende Alternativen:

Miranda IM Plugins
HTTPServer, FTP File YM, File As Message
Eigener lokaler Server
HFS, Apache, IIS (Letzterer ist auf der Windows-XP-PRO-CD zu finden); die letzten beiden Alternativen sind nur für den Filetransfer vielleicht etwas zu aufwändig. Das sind nur Beispiele; auf Downloadseiten wie sourceforge.net gibt es viele andere Programme.
Dateiaustausch in einem lokalen Netzwerk (LAN)
E-Mail
Versand der Dateien mittels E-Mail.
Upload
Upload der Dateien auf eigenen Webspace oder Nutzung von Webseiten, die einen Upload ermöglichen.

Interessante Links zum Thema[Bearbeiten]